Drittel aller Investprämien-Anträge in Österreich mit Öko-Bezug

BMK/Cajetan Perwein

3.680 von 11.500: So viele Anträge zur neuen staatlichen Investitionsprämie beziehen sich laut Österreichs Klima- und Umweltministerin Leonore Gewessler bereits auf das Thema Klimaschutz.

Etwa jeder dritte Antrag zur neuen seit Anfang September einreichbaren staatlichen Investitionsprämie hat Klimaschutz-Bezug und zeigt eine ökologische Komponente. Das betonte die österreichische Klima- und Umweltministerin Leonore Gewessler jüngst vor österreichischen Medienvertretern, wie unter anderem DiePresse schreibt. Allein für diesen Bereich ergebe sich ein Zuschussvolumen von 483 Millionen Euro, mit dem Öko-Investments von rund 3,5 Milliarden Euro auslöst werden, so entsprechende Meldungen. 

Klimaschädliche Investments etwa in fossile Energieerzeugung oder Pkw mit konventionellem Verbrennungsmotor sind laut der zuständigen Stelle Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft (AWS) von der Investitionsprämie gänzlich ausgeschlossen. Anträge können dabei noch bis Februar 2021 eingebracht werden. Insgesamt wurde seit Förderbeginn Anfang September bisher ein Zuschussvolumen von bereits 1,1 Milliarden Euro beantragt, mit dem ein geschätztes Investitionsvolumen von rund 10,8 Milliarden Euro ausgelöst wird. Während 32 Prozent der Anträge dem Ökobereich zuzurechnen sind, beziehen sich 45 Prozent auf die allgemeine 7-prozentige Investitionsprämie und 23 Prozent der Anträge auf den Digitalisierungsbereich. Das ursprünglich budgetierte Zuschussvolumen von einer Milliarde Euro soll kommende Woche im Nationalrat auf zwei Milliarden Euro erhöht werden. 

Um die österreichische Wirtschaft in Folge der Corona-Krise zu unterstützen, hat die Bundesregierung mit der aws Investitionsprämie ein neues Förderungsprogramm konzipiert, welches ein Anreiz für Unternehmensinvestitionen schafft und damit einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung von Betriebstätten, die Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätze und die Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Österreich leistet. Die Höhe der Förderung liegt bei sieben Prozent der förderfähigen Investitionen und bei 14 Prozent bei Investitionen im Bereich Ökologisierung, Digitalisierung und Gesundheit. Die Untergrenze der Förderung liegt bei 5.000 Euro, die Obergrenze bei 50 Millionen Euro. Das aktuelle Antragsvolumen zur aws Investitionsprämie beträgt eine Milliarde Euro. Laut Auskunft des Bundesministerium Digitalisierung und Wirtschaftsstandort werden jedoch im Bedarfsfall die Mittel durch eine Gesetzesänderung aufgestockt. 

Den Antrag zur Investitionsprämie können Sie bis Februar 2021 bei der Bundesförderstelle Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft (AWS) stellen: https://www.aws.at/corona-hilfen-des-bundes/aws-investitionspraemie/ 
(VDMA-Österreich/DiePresse/Agenturen)